Das Budabeste

Budapest ist einfach atemberaubend und das ist nicht einfach nur so dahingesagt. Die Stadt ist einzigartig, opulent und mindestens so schön wie Paris und Rom. Und obwohl Budapest wirklich einiges zu bieten hat, ist die Stadt durchaus bezahlbar geblieben, sodass du dir hier ohne weiteres einen Urlaub mit ein klein wenig Luxus leisten kannst, auch wenn du sonst (noch) nicht zu den Rockefellers dieser Welt gehörst. Und: Budapest ist riesig, hier gibt es einiges zu sehen und zu unternehmen. In den drei Tagen, an denen wir die Stadt besichtigt haben, haben wir uns völlig ausgepowert in dem Versuch so viel wie möglich zu sehen. Und ich könnte trotzdem immer noch wiederkehren und weitere drei volle Tage damit verbringen, alles noch einmal anzusehen und immer wieder etwas Neues zu entdecken. Budapest ist eine faszinierende, wunderbare Stadt. Hier habe ich einige Tipps für dich zusammengestellt:

Auf in die Berge

Auf in die Berge

Die hohen Berge, an deren Fuß die Donau durch das Tal mäandert, bieten mehr als nur einen tollen Aussichtspunkt. Und jeder davon ist einen Ausflug wert. Wenn das Wetter mitspielt, dann solltest du dir einen kurzen Spaziergang auf die Zitadelle gönnen. Den Weg entlang gibt es gleich mehrere Aussichtspunkte, von denen aus man einen traumhaft schönen Panoramablick auf die Stadt genießt.

 

Die Fischerbastei ist dabei mein Lieblingsaussichtspunkt in dieser Stadt und das hat gleich mehrere Gründe. Zunächst einmal kann man sich den Aufstieg mit der Zahnradbahn vereinfachen. Diese Bahn ist uralt und dennoch gut in Schuss und bringt dich sicher von der Kettenbrücke bis hinauf zur Burg. Hin und zurück kostet das Vergnügen knapp unter sechs Euro. Es ist schon etwas ganz Besonderes, wenn du beim Aufstieg nach und nach immer mehr von der Stadt zu sehen bekommst. Aber das ist immer noch nichts im Vergleich zu dem Blick, den du nur wenige Gehminuten von der Bahnstation vom Gipfel aus genießt.

 

Zum zweiten ist die Festung selber ein Schauspiel und gleicht einem Schlösschen aus einem Märchenbuch. Sie wurde im späten 18. Jahrhundert aus Anlass des tausendjährigen Bestehens des ungarischen Staates errichtet. Man wollte damit einfach nur ein wunderschönes Beispiel neoromanischer Architektur und einen schönen Aussichtspunkt mit Blick über die Stadt gestalten. Und ich muss sagen, das ist den Bauherren damals meisterhaft gelungen. Wenn du früh aus den Federn kommst und es schaffst, noch vor Sonnenaufgang dort zu sein, dann erwartet dich ein ganz besonderes Spektakel. Aber auch den Rest des Tages ist der Aufstieg hierher durchaus eine Überlegung wert.

In den Untergrund

Vom Gipfel des Hügels bis in die Unterwelt erwartet dich hier ein ganz besonderes Erlebnis, um einmal eine ganz andere Seite von Budapest kennen zu lernen. Caving.hu bietet, nur 15 Minuten außerhalb des Stadtzentrums, Höhlenwanderungen und etwas extremere Höhlenabstiege an. Wir haben uns für Letztere entschieden und etwa 3 Stunden tief unter der Stadt in den Höhlen verbracht, die im Laufe der Jahrtausende von den berühmten Thermalquellen der Stadt Budapest aus dem Fels gewaschen wurden.

Dieses Abenteuer eignet sich allerdings nur für Leute, die relativ fit sind und nicht an Klaustrophobie leiden. Man muss dabei ganz schön viel krabbeln und klettern und die eine oder andere Beule in Kauf nehmen. Bedenkt dabei auch, dass 3 Stunden ganz schön lang werden können, wenn man dabei kein Tageslicht sieht. Die Höhlenführer sind aber erfahrene Leute und kennen die Route im Schlaf, sodass sie dich im Notfall, wenn es dir doch zu viel wird, problemlos wieder nach außen geleiten können.

Heiß, heißer, am heißesten

Wenn aus der Höhle herauskommst, dann gibt es wirklich nichts besseres, als sich danach in einem der wunderschönen Bäder von Budapest zu entspannen. Und wenn du nicht in die Hölle gegangen bist? Auch dann gibt es wohl nichts Schöneres, als eines der Heilbäder zu frequentierten.

 

Wir haben das Rudas-Bad besucht, ein 450 Jahre altes Thermalbad, das während der türkischen Besetzung der Stadt erbaut wurde. Inzwischen wurde es umfassend modernisiert und wartet heute mit einem riesigen Pool, einem überdachten Thermalbad im Außenbereich und sechs älteren Thermalbädern auf, die in den historischen Stätten der Badeanstalt belassen wurden. Außerdem gibt es hier noch weitere Wasserbecken, Dampfbäder, eine Sauna, Salzkammern und ein großes Angebot an therapeutischen Massagen und Wellnessanwendungen. Ein Café, eine Bar und ein Restaurant sorgen dafür, dass du hier problemlos den ganzen Tag verbringen und dich einmal so richtig entspannen kannst.

Essen wie ein König

Weiter oben habe ich dir versprochen, dass du die in Budapest ein wenig Luxus leisten kannst, ohne dafür vorher eine Bank ausrauben zu müssen. Ich empfehle dir einen Besuch in Costes Downtown, dem mit einem Michelinstern ausgezeichneten Partner des berühmten Restaurants Costes. Dabei kann ich gar nicht oft genug darauf hinweisen, dass eines dieser beiden Restaurants ein absolutes Muss für Foodies ist.

 

Costes Downtown ist etwas weniger elegant als sein großer Bruder, das tut der guten Küche hier aber keinerlei Abbruch. Hier kredenzt man dir wahre Gastrokunst: Gang für Gang ist jedes Gericht so wunderschön angerichtet, dass man sich kaum traut, es zum Mund zu führen. Es ist dann allerdings so köstlich, dass die Kunst dem Gaumen weichen muss. Jede einzelne Zutat, jedes Element auf jedem Teller wurde speziell ausgewählt und die Kombination der einzelnen Aromen und Texturen ist einfach nur ein Gedicht. Ja, ich träume auch heute noch von diesem kulinarischen Erlebnis der Meisterklasse!

Eine Bootsfahrt die ist lustig

Die Donau definiert Budapest genauso wie das Land an ihren Ufern und eine Flusskreuzfahrt gehört zu den wohl schönsten Vergnügen in dieser Stadt. Dabei kannst du die Erhabenheit dieser Stadt aus einem völlig neuen Blickwinkel betrachten und wenn du dich für die Option ‚Abendessen mit Show-Einlage‘ entscheidest, dann wirst du dabei auch noch großartig unterhalten.Silverline bietet eine dreistündige Kreuzfahrt mit Abendessen und Show (entweder ein kleines Klavierkonzert, ein traditioneller Tanz oder ein Auszug aus einer Operette) an. Zur Begrüßung gibt es ein Glas Sekt, dann ein Viergängemenü und zum Abschluss einen Traumblick auf die herrliche Architektur dieser Stadt, die sich mit ihren unzähligen Lichtern gegen den Nachthimmel abhebt. Ein einzigartiges Erlebnis und wenn du, wie ich damals, genug Wein getrunken hast, dann findest du vielleicht auch den Mut, dich an einem der traditionellen ungarischen Volkstänze zu beteiligen. 

Charmante Übernachtungsmöglichkeiten

Auch die Hotels in Budapest bieten hochwertige Übernachtungsmöglichkeiten zu absolut vernünftigen Preisen. Wir hatten uns für das malerische Hotel Palazzo Zichy im historischen Palastviertel entschieden. Dieses elegante Haus mit wunderschönen Zimmern, bequemen Betten, einem Fitnessraum und einer Sauna, einem absolut grandiosen Frühstücksbuffet (mit gegrillten mediterranen Gemüse und allem Drum und Dran) und einer Lounge in der man sich tagsüber mit kostenlosen Kaffee und Mineralwasser stärken kann, ist wirklich etwas ganz Besonderes.

 

Bei Hotels sind es oft die kleinen Details, die einen Unterschied ausmachen und im Palazzo Zichy versteht man es, diese Details zu einer wahren Kunstform zu erheben.

Auf ein Spielchen

Man muss nicht unbedingt ein hartgesottener Spieler sein, um sich von der Sammlung an Flippern und klassischen Arcade-Spielen begeistern zu lassen, die im Flippermuzeum von Budapest ausgestellt werden. Es schadet aber auch nicht. Aber selbst die, die nur gelegentlich am Flipper gestanden haben oder spielen lassen sich nur zu gerne von diesen einzigartigen Geräten faszinieren. Von Vintage-Flippern bis zu einigen der berühmtesten Maschinen und Spiele, die je entwickelt wurden, findest du in diesem Museum eine einzigartige Sammlung von Geräten, mit denen du hier vor Ort auch spielen darfst. Der Eintritt von etwas unter zehn Euro ist gleichzeitig eine Flatrate, mit der du dich dann an allen Spielautomaten versuchen darfst. Das absolut beste Museum aller Zeiten.  

Trinkgelage

Budapest ist für seine Ruinenbars bekannt, die im letzten Jahrzehnt überall in den verlassenen Gebäuden des jüdischen Viertels eingerichtet wurden und inzwischen ein fester Bestandteil des berühmten Nachtlebens der Stadt sind. Wir haben uns auf einen Drink in einer der bekanntesten davon, Szimpla Kert, getroffen. Szimpla war die erste Ruinenbar in Budapest. Die ehemalige Ofenfabrik wurde damals in eine der heute so beliebten Tränken umgebaut. Die Bar ist viel mehr als ein reiner Getränkeausschank und ist auch heute noch eng mit dem Viertel verbunden. Woche für Woche wird hier einer der besten Bauernmärkte der Stadt abgehalten.Obwohl die Getränke hier sehr günstig sind wirst du dich aber sicher auch von der absolut verrückten Ausstattung und dem entspannten Ambiente begeistern lassen. Ja, die Bar ist inzwischen ein Touristenmagnet, aber sie ist wirklich sehenswert und du wirst dich hier bestimmt wunderbar unterhalten.

 

Flüge nach Budapest

 

- Dee Murray