Sevilla für den kleinen Geldbeutel

Mit diesen Spartipps holst du das beste aus deiner Reise nach Sevilla und kannst dennoch unglaublich viel erleben.

Churros zum Frühstück

Warum? Einfach, weil es möglich ist! Die besten Churros (ausgebackene Teigstangen, die mit grobem Zucker bestreut werden) gibt es in der Bar Comercio an der Calle Lineros. Die Bar ist klein und berühmt, wird aber auch gerne von Einheimischen frequentiert. Es dauert also vielleicht eine Weile, bis du an der Reihe bist, aber es lohnt sich! Nicht nur, dass die Churros und der Kaffee einfach göttlich schmecken, sondern man hat hier wirklich das Gefühl, mitten in Sevilla angekommen zu sein. Die Bar ist altertümlich, charmant und zum Teil auch schon ein wenig in die Jahre gekommen. Für fünf Euro kannst du dir hier den Bauch vollschlagen.

Eine kostenlose Stadtführung

Wie immer möchten wir auch hier auf die kostenlose Stadtführung in Sevilla hinweisen. Am besten machst du die gleich an deinem ersten Morgen in der Stadt, denn du erhältst dabei einen dreistündigen Einblick in die wunderbaren Dinge, die du in Sevilla auch mit begrenztem Budget erleben kannst und außerdem erhältst du gleichzeitig einen guten Überblick. Die Tour beginnt um 10:30 Uhr an der Puerta de Jerez und endet um 13:30 Uhr an der Plaza de Espana (achte auf den lilafarbenen Regenschirm). Diese Touren sind kostenlos, aber derjenige, der dich hier herumführt, erwartet, dass du ihn mit einem angemessenen Trinkgeld entlohnst, also lass dich nicht lumpen!

Barrio Santa Cruz

Das alte Judenviertel von Sevilla ist ein wunderschöner, kleiner Stadtteil in der Nähe des Real Alcazar und der Kathedrale. Enge Gassen und Orangenbäume, Cafés, Bodegas, Boutiquen, Straßenkünstler und gutes Essen. Worauf wartest du noch?! Hier heißt es sehen und gesehen werden, ein wunderbarer Ort, um der heißen Mittagshitze zu entgehen, denn durch die hohen Gebäude und die engen Gassen kannst du dich gut in den Schatten zurückziehen, während du die Gegend erkundest. Vermutlich verirrst du dich auch irgendwann in dem Gewirr von Straßen und Gassen, aber es ist einer der schönsten Orte Europas, um sich zu verlieren, also lass dich davon nicht davon abhalten, tief in die Geschichte der Stadt einzutauchen ...

Die Plaza de España

Richtig, ihr besucht diese Plaza auch auf der kostenlosen Stadtführung, aber sie ist durchaus auch einen zweiten Blick wert, denn sie gehört zu den malerischsten Orten Sevillas und wenn man sich erst einmal hier niedergelassen hat fällt das Aufstehen nachher richtig schwer! Die Architektur ist wirklich einzigartig und der angrenzende Park wunderschön und herrlich ruhig. Erkunde die 48 unterschiedlichen Erker, die mit ihren traumhaft schönen, farbigen Kacheln jede der spanischen Provinzen repräsentieren. Außerdem findest du hier die perfekte Kulisse für deinen Urlaubsselfie ...

Der Real Alcazar

Der Eintritt in den Alcazar kostet nur 9,50 EUR und du kannst hier wirklich Stunden verbringen, so viel gibt es zu sehen. Dieser beeindruckende Palast wurde Mitte des 13. Jahrhunderts erbaut und von maurischen Königen in Auftrag gegeben.  Jede Ecke, jeder Winkel ist mit faszinierenden Details geschmückt, neben Mosaiken aus Kacheln kannst du auch verschiedene Schnitzereien und Skulpturen bewundern. Aber auch die Gartenanlage ist einen Blick wert und die Geschichte des Gebäudes steht dem an Faszination in nichts nach. Der Alcazar gehört zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten und ist daher oft sehr voll. Es lohnt sich also, die Eintrittskarte schon vor der Besichtigung online zu erwerben.

Tapas in Las Columnas

In Sevilla gibt es so viele Orte, an denen wirklich hervorragende Tapas serviert werden, aber wenn das Geld bei dir im Moment nicht ganz so locker sitzt, dann musst du schon ein wenig intensiver suchen, um etwas Bezahlbares und dennoch Leckeres zu finden. Nun, wir haben einen Vorschlag für dich: Die Bodega Santa Cruz (oder Las Columnas, wie sie von den Einheimischen genannt wird) im alten Judenviertel. Die Tapas hier sind ausgesprochen authentisch, köstlich und günstig (zwischen 1,50 und 2,50 EUR pro Tapa) und das Bier kostet pro Glas nur einen Euro. Probier einmal den Eintopf mit Artischocke und Schweinefleisch, die frittierte und mit Honig beträufelte Aubergine oder einen der Schinke- und Käsemontaditos ...

Giralda und Kathedrale

Die Kathedrale von Sevilla ist die größte gotische Kathedrale der Welt. Es hat über 100 Jahre gedauert, sie fertigzustellen. Sie wurde gebaut, um zu beeindrucken – und das ist ihr auch wirklich gelungen! Von den Holzschnitzereien bis zum eleganten Sarg, in dem Christoph Kolumbus ruht, gibt es schon im Inneren der Kathedrale einiges zu sehen. Die wahre Schönheit eröffnet sich aber, sobald man wieder ins Sonnenlicht kommt: Der Turm, der Teil der Kathedrale ist, aber schon einhundert Jahre vorher als Teil einer Moschee errichtet wurde, bietet demjenigen, der die 35 schrägen Rampen und 17 Stufen erklimmen möchte, einen Traumblick auf die Stadt.  Es kostet nur 9 EUR, Turm und Kathedrale zu besichtigen und ich behaupte einfach einmal, dass allein der Blick vom Turm schon diese Ausgabe wert ist.

Der Stierkampf

Man muss sich nicht für den Stierkampf begeistern, um zu verstehen, welche historische und kulturelle Bedeutung er für Sevilla hat. Die Stierkampfarena und das Stierkampfmuseum sind faszinierende Ausflugsziele, die dir einen Einblick in die Geschichte des Stierkampfes in dieser Region geben, ohne, dass man unbedingt einem Stierkampf beiwohnen müsste. Die Arena ist wirklich wunderschön. Sie gehört zu den ältesten Spaniens, ist aber wunderbar in Schuss gehalten und du solltest unbedingt deine Kamera mitnehmen. Der Eintritt beträgt 7 EUR und im Eintrittspreis inbegriffen ist eine Führung durch die Arena und der Zugang zum Museum. Die Führungen werden alle 20 Minuten in englischer und spanischer Sprache angeboten.

Metropol Parasol

Der Parasol, der von den Einheimischen auch „Las Setas“ (die Pilze) genannt wird, ist eine ungewöhnliche Holzstruktur, die von J. H. Mayer entworfen und 2011 fertiggestellt wurde. Es handelt sich dabei um eine eher umstrittene Ergänzung des Stadtbildes, aber was immer dir auch zu der Ästhetik einfallen mag, es lohnt sich, den Parasol zu besuchen und sei es nur der Aussicht wegen, die du von hier oben über die Stadt genießt. Der Eintritt kostet nur 3 EUR und du kannst die Eintrittskarte dann gegen ein kostenloses Getränk im Café des Kunstwerkes oder gegen eine Souvenir-Postkarte eintauschen. Beim Bau wurde unter dem Gerüst eine alte römische Siedlung entdeckt, die inzwischen selbst in ein Museum umgewandelt wurde. Auch hier ist der Eintritt bezahlbar: für 2 EUR kannst du in die uralte Welt der Römer eintauchen. Wenn du die Besichtigung mit dem Besuch des Parasol verbindest hast du für nur 5 EUR en echtes Schnäppchen gemacht!

Flamenco in La Carboneria

Man darf Sevilla einfach nicht verlassen, ohne wenigstens einmal den Flamenco live erlebt zu haben. Es gibt unzählige Tablaos und Peñas (die Orte, an denen Flamenco gespielt und getanzt wird) in dieser Stadt, aber wenn du gerade nicht gut bei Kasse bist, dann versuch es einmal in einem Lokal wie La Carboneria, wo du nur dein Bier/den Wein/die Sangria bezahlst und die Flamencoshow dazu kostenlos ist. Diese Lokale füllen sich allerdings schnell und es empfiehlt sich rechtzeitig dort aufzukreuzen (die Show selbst beginnt ab 9:30 Uhr und wird dann stündlich aufgeführt). Wenn du Hunger hast, solltest du diesen vorher stillen, denn das kulinarische Angebot ist hier eher begrenzt. Mit einem Zehner kommst du hier schon ziemlich weit: Der Wein kostet um die 2 EUR pro Glas und ein Liter Sangria um die 9 EUR.

 

Wenn du noch mehr über Sevilla erfahren möchtest und dabei nicht allzu viel Geld ausgeben willst, dann informiere dich hier.

 

Flüge nach Sevilla

 

- Dee Murray